NACHHALTIGKEIT

 

Richtlinien für Aufforstung nach höchsten Standards

Um den nachhaltigen Erfolg von Aufforstungsprojekten zu gewährleisten und Staaten, Regionen und Investoren die höchsten Standards zu bieten, hat sich die Welt Wald Klima Initiative folgenden Richtlinien-Katalog zur Grundlage ihrer Arbeit gemacht.

  • Alle Wiederaufforstungsmaßnahmen erfolgen unter den höchsten Standards der biodiversen und ökologisch, nachhaltigen Forstwirtschaft. Sie reflektieren die Ziele des „Übereinkommen über die biologische Vielfalt“ (CBD). 
  • Alle Projekte erfolgen nach den höchsten sozialen Standards und werden immer gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung langfristig aufgebaut.
  • Die deutschen Investoren garantieren die Einhaltung der höchsten ökologischen und sozialen Standards. Um die öko-soziale Entwicklung zu unterstützen, werden für die Investitionen existierende und anerkannte Zertifizierungssysteme und -standards verwendet (CCBA, FSC, Carbonfix, VCS).
  • Die Projekte nehmen Bezug auf den REDD+ Mechanismus der UNFCCC und erfolgen nur in Ländern, die eine Nationale REDD+ Strategie verabschiedet haben oder wo diese in der Planung ist.
  • Die erforderlichen Waldgebiete oder Landschaften werden durch den Staat und die lokale Verwaltung für einen Zeitraum von 25 - 35 Jahren zur Verfügung gestellt. Nach dieser Zeit sollen die Wälder durch die lokale Bevölkerung oder Regionen alleine für einen Zeitraum von weiteren 15 - 35 Jahren erhalten bleiben. Die Verantwortung wird damit langfristig der lokalen Bevölkerung und dem Staat übergeben.
  • Die Investition, die Entwicklung und das Management der Forstarbeit wird durch die deutsche Wirtschaft übernommen, jedoch immer mit Organisationen und Arbeitskräften der Regionen in Ihrem Land.
  • Die Projekte unterstützten ausgewählte Regionen beim Wiederaufbau ihrer Waldressourcen/Ökosysteme und deren Leistungsfähigkeit. Sie tragen damit zur Verbesserung der Lebensgrundlagen, der Bekämpfung der Armut, der Ernährungssicherheit und der Arbeitsplatzsicherung/-beschaffung bei.
  • Die Projekte erfolgen nach dem Konzept des "close-to-nature forest", mit dem langfristig naturnahe Wirtschaftswälder wieder aufgebaut werden.
  • Für einen Zeitraum von 15 - 25 Jahren sollen die entwickelten Wälder in einem benefit share zwischen Region und Investoren bewirtschaftet werden.
  • Seitens der lokalen Regierungen werden die erforderlichen, rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Diese Rahmenbedingungen ermöglichen die rechtliche Sicherheit für den Zeitraum in dem die Investoren an dem Aufbau und der Bewirtschaftung der Waldflächen beteiligt sind.
  • Die Investoren werden Sorge dafür tragen, dass die Waldflächen durch eine geeignete Versicherung geschützt werden.
  • Die erzielten „Carbon-Credits“ bilden ausschließlich einen Beitrag zum freiwilligen Kohlenstoff-Markt.
  • Vor Start eines Projektes wird eine Risikoanalyse veranlasst und die möglichen Akteure und deren Interessen identifiziert. Zudem wird ein Monitoring-System installiert, um die erfolgreiche Projektentwicklung zu gewährleisten.