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Finanzierung | Welt Wald Klima

Für die Umsetzung der CO2-Kompensation via Wald werden die CO2-Emittenten zwischen etwa 10 Euro und 20 Euro je Tonne zu kompensierender CO2-Emission zahlen müssen – je nach Kompensationsprojekt, -ort und -anbieter. Da die Geldgeber als Nachweis der Kompensation CO2-Zertifikate bekommen sollen, die aus qualitativ hochwertigen Waldprojekten stammen, wird in der Regel ein Anteil ihrer Zahlung für eine kostenträchtige Begleitung und Zertifizierung der Projekte durch für diese Arbeit anerkannte Dritte verwendet werden müssen.

Die Qualität der Projekte zur Herstellung der Klimaneutralität wird durch den im Einzelfall in Anspruch genommenen Aufforstungspartner sichergestellt (siehe Aufforstungspartner).

 

Waldfonds

Um für die Kohlenstoffeinbindung in neuen Wäldern und auf restaurierten, zuvor degradierten Waldflächen zusätzlich finanzielle Mittel zu generieren, bemüht sich die Welt Wald Klima Initiative auch darum, dass ein attraktiver Waldfonds aufgelegt wird. Er soll den Investoren durchaus ansprechende Renditen ermöglichen, dennoch aber so ausgelegt sein, dass die Waldprojekte mit höchsten ökologischen Standards und mit den Interessen der an den Projektorten lebenden Menschen in Einklang sind.

Auch die Flächen dieser Maßnahmen werden natürliche Kohlenstoffsenken sein und so zur Verminderung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre beitragen.

Ende Februar 2012 waren Vertreter der Welt Wald Klima Initiative zu einem Gespräch mit der Weltbank in Washington eingeladen. Es wurde die Integration des Privatsektors, also nicht-staatlicher Partner, in die Anstrengungen der Weltbank zur Aufforstung / Wiederaufforstung diskutiert.

Die Qualität der Projekte des Waldfonds soll durch die folgenden Kriterien bestimmt sein:  

1. Korrekte CO2 Berechnung

–              Abzug von Emissionen aus Verlagerung bei der CO2-Bilanzierung

–              Abzug von Emissionen aus der Projektumsetzung

–              Die erzielten „Carbon-Credits“ bilden ausschließlich einen Beitrag zum freiwilligen Kohlenstoff-Markt

2. Langfristige Sicherung der Investition

–              Erarbeitung und Umsetzung einer Risikovermeidungsstrategie

–              Höhe des Risiko-Puffers (%)

–              Nachweis der Zusätzlichkeit

–              Auffüllung des Risiko-Puffers mit Zertifikaten anderer Projekte

–              Einbezug von Risiken außerhalb des Projektgebiets

–              Die Investition, die Entwicklung und das Management der Forstarbeit wird durch die deutsche Wirtschaft
übernommen, jedoch immer mit Organisationen und Arbeitskräften der Regionen in Ihrem Land

–              Die Investoren tragen Sorge dafür, dass die Waldflächen durch eine geeignete Versicherung geschützt werden

–              Seitens der lokalen Regierungen werden die erforderlichen, rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, um den
Investoren die rechtliche Sicherheit für den vereinbarten Zeitraum zum Aufbau und zur Bewirtschaftung der
Waldflächen zu ermöglichen

3. Vermeidung lokaler Konflikte

–              Alle Projekte erfolgen nach den höchsten sozialen Standards

–              Projekte werden immer gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung langfristig aufgebaut

–              Erfassung von lokalen Land- und Nutzungsrechten (auch traditionellen)

–              Beschreibung der Entwicklung von Nutzungsrechten

–              Die erforderlichen Waldgebiete oder Landschaften werden durch den Staat und die lokale Verwaltung für einen
Zeitraum von 25 – 35 Jahren zur Verfügung gestellt

–              Nach dieser Zeit sollen die Wälder durch die lokale Bevölkerung oder Regionen alleine für einen Zeitraum
von weiteren 15 – 35 Jahren erhalten bleiben

–              Die Verantwortung liegt langfristig bei der lokalen Bevölkerung und dem Staat

4. Förderung lokaler Partner

–              Positive sozio-ökonomische Gesamteffekte explizit gefordert

–              Erstellung von Referenzszenario, Social Impact Analysis und Monitoring

–              Stärkung der Anpassungskapazität lokaler Gemeinden an den Klimawandel

–              Gerechte Aufteilung von entstehenden Vorteilen verpflichtend

–              Referenzszenario über Projektgebiet hinausgehend

–              Die Projekte unterstützten ausgewählte Regionen beim Wiederaufbau ihrer Waldressourcen/Ökosysteme und deren

Leistungsfähigkeit

–              Verbesserung der Lebensgrundlagen, Bekämpfung der Armut, Ernährungssicherheit und
Arbeitsplatzsicherung/-beschaffung

5. Schaffung ökologisch wertvoller Wälder

–              Höchste Standards der biodiversen und ökologisch, nachhaltigen Forstwirtschaft; sie reflektieren die Ziele des

              Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD)

–              „Close-to-nature-forest“

–              Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

–              Erhebung von Ausgangsdaten und Monitoring zur Artenvielfalt

–              Regelung zu invasiven Arten und gentechnisch veränderten Arten (GMO)

–              Vorgaben zu Bodenbearbeitung und Wirkungen auf den Wasserhaushalt

–              Priorisierung besonders schützenswerter Flächen

–              Berücksichtigung des landschaftlichen Kontexts /Verbindung von Habitaten

6. WFF spezifische Kriterien

–              Die Projekte nehmen Bezug auf den REDD+ Mechanismus der UNFCCC und erfolgen nur in Ländern, die eine
Nationale REDD+Strategie verabschiedet haben oder wo diese in der Planung ist

–              Minimal 30% Naturschutz und/oder einheimische Baumarten – nach erster Ernte 50%

–              Übergabe der dem Investor bereitgestellten Fläche an die lokale Eigentümer/Bevölkerung nach erster
Ernte + Neupflanzung