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Der Joker "Waldoption" | Welt Wald Klima

Es gibt technische Überlegungen, durch Verbrennung fossiler Stoffe entstandenes CO2 den Abgasen wieder zu entziehen. Auch diese Option sollte ausgelotet werden. Nach heutiger Kenntnis ist dieser Weg aber, abgesehen von technischen Umsetzungs­schwierig­keiten, mit gravierenden Risiken verbunden.

Eine Option, die sehr naheliegend und sofort einsetzbar ist, ist ein forciertes weltweites Aufforstungsprogramm. Es eröffnet für das bzgl. des 2Grad-Ziels anscheinend noch verkraftbare CO2-Emissionsvolumen in einem bestimmten Zeitfenster signifikante Erleichterungen. Darüber hinaus beinhaltet es bei entsprechend qualifizierter Umsetzung bedeutsame positive Effekte für die ökologischen und sozialen Verhältnisse in der Aufforstungsregion.

Mehr zum Joker Waldoption im Rahmen eines Weltklimaregimes in der Studie von Prof. F. J. Radermacher, Weltklimapolitik nach Kopenhagen – Umsetzung der neuen Potentiale, FAW/n Report, Mai 2010.

 

Weg 2 zur Restabilisierung des Kohlenstoffkreislaufs (parallel zur CO2-Emissionsreduktion):

Erhöhung der CO2-Absorptionskapazität der Wälder

Wenn das Gleichgewicht des jährlichen Kohlenstoffkreislaufs durch einen Überschuss an CO2-Emission gestört ist, kann es durch Verminderung der lfd. CO2-Emissionen wieder hergestellt werden. Ein neues Gleichgewicht kann aber auch erreicht werden durch Anhebung der natürlichen CO2-Absorptionskapazität auf das Niveau der CO2-Emissionen. Dann wird ebenso viel an CO2 aus der Luft herausgeholt wie in ihr abgelagert wird.

Das neue Gleichgewicht wird aber, bis es angesichts der gegebenen Verhältnisse erreicht sein kann, auf dem bis dahin entstandenen viel zu hohen CO2-Konzentrationsniveau der Atmosphäre liegen. Damit dieses Niveau wieder zumindest auf das heutige oder gar in Richtung des vorindustriellen Niveaus absinkt, muss die jährliche natürliche CO2-Absorptionsrate deutlich geringer sein als die jährliche CO2-Emissionsrate. Dies Ziel ist nur dadurch erreichbar, dass bei hoch bleibender natürlicher Absorptionskapazität weiterhin mit größter Anstrengung die Nutzung fossiler Energieträger zurückgefahren werden und die Nutzung erneuerbarer Energieträger weiter verstärkt wird. Oder der Ausbau der weltweiten Waldfläche muss noch mehr ausgeweitet werden.

Falls danach die Emissionsrate sogar niedriger ausfällt als die natürliche Absorptionsrate, wird sich das schon erreichte CO2-Konzentrationsniveau langsam wieder vermindern. Das wird ab 2050 unausweichlich nötig sein.

Die oben genannte Studie von Prof. Radermacher ergibt, dass ein Gleichstand von CO2-Emissions- und-Absorptionsmenge bis 2050 erreicht werden könnte, wenn die CO2-Emissionen schnellstens jährlich um 0,5 Mrd. Tonnen reduziert und wenn jährlich 20 Mio. Hektar aufgeforstet werden – möglichst ab sofort und mindestens 20 bis 30 Jahre lang, insgesamt also 400 bis 600 Millionen Hektar.

Eine enorme  Herausforderung.

Die Welt Wald Klima Initiative will sich ihr stellen.



 

Abgesehen von dem Effekt, dass Wälder der Luft CO2 entziehen, sind mit ihnen noch viele andere positive Effekte verbunden. Aufforstungen für den Klimaschutz beinhalten in der Regel etliche dieser Zusatzgewinne.

(Fotos und Grafiken in diesem Text: Horst Emse; Quelle: PRIMAKLIMA -weltweit- e.V.)